Heilerziehungspfleger/in ist ein Beruf mit professionellem Anspruch: Die alltägliche

Betreuung und Pflege von Menschen aller Altersstufen mit einer Behinderung ist

erfüllend und bestätigend. Heilerziehungspfleger/innen begleiten und unterstützen

Menschen mit Behinderung mit dem Ziel, sie zu größtmöglicher Selbstständigkeit

zu befähigen.



Das Berufsbild Heilerziehungspfleger/in

Arbeitsfelder sind alle Einrichtungen der Behindertenhilfe, sowohl im stationären wie im ambulanten Bereich. Darüber hinaus ist der/die Heilerziehungspfleger/in anerkannte Fachkraft im Regelkindergarten.

Die Ausbildung

führt zur Befähigung, selbstständig und eigenverantwortlich Menschen, deren Leben durch Beeinträchtigungen oder Behinderungen erschwert ist, zu begleiten, zu beraten und zu pflegen.
Dazu kommt die Förderung in ihrer Persönlich-
keitsentwicklung, in der Bildung und Rehabilitation sowie die Mitwirkung bei der sozialen Eingliederung.

Die Ausbildungsdauer

Die Fachschulausbildung dauert drei Jahre. Die Ausbildung wird in zwei Formen angeboten:

1.
Zwei Jahre theoretische Ausbildung, abschließend mit schriftlicher und mündlicher Prüfung. Danach folgt das fachpraktische Ausbildungsjahr, abschließend mit der fachpraktischen Prüfung (Theorie-Theorie-Praxis = TTP).

2.
Über drei Jahre Theorie und Praxis im Wechsel (=TPW), d.h. wöchentlich zwei Tage Unterricht und drei Tage praktische Tätigkeit in einer Einrichtung, abschließend mit den schriftlichen, mündlichen und fachpraktischen Prüfungen. Beide Formen führen nach erfolgreichem Abschluss zur Berufsbezeichnung „staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in“.

Die Ausbildungsinhalte

Diese sind gegliedert in fünf Lernbereiche:
  • Kommunikation und Gesellschaft
  • Heilerziehungspflegerische Theorie
  • Organisation, Recht und Verwaltung
  • Pflege und Medizin
  • Musisch-pädagogische Fächer

 

Dazu kommt die heilerziehungspflegerische Praxis. Neben der Vermittlung von fachlichem Wissen wird in gleichem Maße Wert auf die Persönlichkeitsbildung gelegt. Bei ausreichender TeilnehmerInnenzahl wird in der TTP-Form der Erwerb der Übungsleiterlizenz für „Reha und Orthopädie“ während der Ausbildung angeboten. Absolventen in der TTP-Form können durch Zusatzunterricht (Deutsch, Englisch, Mathematik) und einer Zusatzprüfung die allgemeine Fachhochschulreife erwerben.



Ausbildungsvergütung

Diese ist in der TPW-Form, bzw. im fachpraktischen Ausbildungsjahr (TTP-3. Jahr) mit der Praxisstelle zu vereinbaren.

Aufnahmevoraussetzungen

  • mittlerer Bildungsabschluss (oder gleichwertig anerkannter Bildungsstand)
  • abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder eine mindestens einjährige geeignete praktische Tätigkeit in Einrichtungen und Diensten des Sozial- und Gesundheitswesens
  • ärztliches Attest zur Bestätigung der gesundheitlichen Eignung
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Akzeptanz der christlichen Glaubens- und Wertvorstellungen (festgelegt in der Schulordnung)
  • die Zusage einer Einrichtung der Behindertenhilfe über die Beschäftigung während der Ausbildung (gilt nur für die Form TPW)
  • erfolgreiche Teilnahme am Aufnahmeverfahren


Bewerbungsunterlagen

  • Personalbogen
  • Lebenslauf
  • 2 Passbilder
  • Geburtsurkunde
  • ärztliches Attest
  • Beurteilung über die der Ausbildung vorausgegangenen Tätigkeiten
  • Schul- und Berufszeugnisse (beglaubigte Kopien)


Kosten

Die einmalige Aufnahmegebühr beträgt 100.- Euro*. Die Studierenden haben für das erste Ausbildungsjahr 185.- Euro*, für das zweite Ausbildungsjahr sowie das Berufspraktikum jeweils 285.- Euro* zu entrichten. Damit sind die Kosten für Skripte, Prüfungsunterlagen, Unfallversicherung, Werkmaterial, Benutzung der Bibliothek und des Internetraumes abgegolten.
Die Ausbildung an unserer Schule ist nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beihilfefähig. Über die Ausbildungsbeihilfen beraten die Landratsämter.
* Änderungen vorbehalten